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Die Taurus Gebirgskette im Süden Anatoliens erstreckt sich in ost-westlicher Richtung parallel zum Mittelmeer und bringt somit schmale Tiefebenen hervor, die an drei Seiten von Bergen umgeben und im Süden zum Meer hin offen sind. An manchen Rändern, wo die Berge steil und direkt ans Meer stoben, bildeten sich kleine, natürliche Buchten und Halbinseln. Die Tiefebene, in der sich Antalya befindet, entstand, indem die Berge sich vom Meer zurückzogen. Sie liegt 35 Meter über dem Meeresspiegel und hat die Form von zwei Ebenen mit steil abfallenden Felsküsten. Am Rand auf der ersten Ebene mit Steilküste wurde das Stadtzentrum erbaut, und auf der Kepezüstü (“oberhalb des Felsens am Meeresufer”) genannten Ebene weiter hinten befinden sich mehrere, kleine Siedlungseinheiten. Die Küste ist 530 km lang und von den Flüssen Eþen im Osten und Kaledran im Westen begrenzt. Die Gesamtfläche des Regierungsbezirks Antalya beträgt 20.820 km2. Der Boden der Tiefebene besteht aus Konglomerat, Schwemmland und Travertinfelsen. Die Taurusberge bestehen aus Kalkstein, und da ihr serpentinenförmiges Gelände eine Karstlandschaft gebildet hat, gibt es zahlreiche, tiefe Täler, Höhlen, Spalten und Schluchten. Die Pflanzenwelt gestaltet sich folgendermaben: In einer Höhe von 300 m über dem Meerespiegel wachsen an feuchten Stellen Büsche und kleine, stämmige Bäume wie Oleander, die in ihrer Gesamtheit im Türkischen Maki genannt werden, Scharlacherdbeere (fragaria virginiana), Sandelholz (santalum), Erdbeere (arbutus unedo), Myrte (myrtus communis), Zedrach (melia azedarach), Lorbeer (larus nobilis), Keuschlamm (vitex agnus castus), Johannisbrot (ceratonia siliquia), Stechginster (ulex nanus) und Euphorbie (euphorbia). Weiterhin sind wilder Thymian (thymus glaber), Salbei (salvia officinalis), Safran-Krokus (crocus sativus), Mannstreu (eryngium maritimum), weiber Affodill (asphodelus albus), echter Spargel (asparagus officinalis altilis), Brombeere (rubus fruticosus), Chrysanteme (chrysanthemum indicum) und vereinzelt die Baumarten Eiche (quercus), Ahorn (acer), Holzbirne (pirus eleagrifolia), Olive (olea europea) und Linde (tilia silvestris) anzutreffen. Nach 300 m kann man auf Fichten- (picea excelsa) und Eichenwälder und an feuchten Stellen auf Eukalyptus (eucalyptus globulus) treffen. Nach 1.200 Metern beginnen Wälder mit Zedern (cedrus libani), Tannen (abies), Kiefern (pinus silvestris), Wacholder (juniperus communis) und Buchen (fagus silvatica). Der Schwemmboden in den Tiefebenen eignet sich gut für die Landwirtschaft, und Gemüse, Obst und in Glashäusern gezüchtete Schnittblumen sind Exportgüter. In Gebieten, die den lauwarmen Mittelmeerwinden ausgesetzt sind, wachsen Apfelsinen, Mandarinen, Zitronen und Pampelmusen in zahlreichen Obstgärten. Bananen und Avocados werden im Osten der Tiefebene von Antalya geerntet. Als industriell verwertbare Pflanze wird Baumwolle angebaut, und die Baumwollverarbeitungs-, Egrenier- und Textilfabriken verfügen über einen bedeutenden Marktanteil innerhalb der Türkei. Auf den Hochebenen im Gebirge werden Äpfel, Birnen, Quitten, Trauben und Sesam angebaut. Die regionale Fauna ist besonders für den Jagdtourismus geeignet. Innerhalb des Taurusgebirge in Düzlerçamý ist es innerhalb eines Gebietes von 10.000 Hektar erlaubt, Dammhirsche (cervus dama), Bezoarziegen (capra aegagrus) und Rehe (capreolus capreolus) zu jagen. Wölfe (canis lupus), Füchse (vulpes vulpes), Braunbären (ursus arctos), Steinmarder (martes foina), Wildschweine (sus scrofa), Wildkatzen (felis silvestris) und Schakale (canis aureus) sind häufig anzutreffende, wild lebende Tiere. Bis vor kurzer Zeit gab es auch noch den Taurusleoparden (panthera pardus). Rebhühner (perdix perdix), Wachteln (coturnix coturnix), Wildtauben (columba palumbus), Amseln (turdus merula), Waldschnepfen (scolopax rusticola), Halsbandfrankoline (francolinus francolinus) und Wildenten (anas) gehören zu den jagdbaren Vögeln. Das Gebiet ist berühmt für den Grida genannten Fisch (epinephelus acneus); daneben gehören Goldbrassen (crysophrys aurata), Stöcker oder Bastardmakrelen (trachurus trachurus), Geibbrassen (diplodus sargus), Schnauzenbrassen (smaris alcedo), Meeräschen (mugil chelo / capito), rote Knurrhähne (trigloa hirundo), Wittlinge / Merlane (gadus merlangus / euxinus), Bonitos (sarda sarda), Streifenbarben (mullus surmuletus), Horn- oder Nadelhechte (belone belone), Rotbrassen (pagrus pagrus) und rote Meerbarben (mullus barbatus) zu den bedeutenden Fischarten, und grobe Taschenkrebse (cancer pagurus), Hummer (homarus vulgaris), Sandgarnelen (crangon vulgaris), Polypen (octopus) und Miesmuscheln (mytilus edulis) sind als weitere Meerestiere zu nennen. Auberdem wird an sechs Stellen im Meer Fischzucht mit Meerbarschen (dicentrarchus labrax / punctata) und Meeräschen betrieben. In den Flüssen Eþen, Dim, Köprüçay, Manavgat, Akçay und Alara werden Sübwasserfische geangelt. Besonders berühmt sind die Fischrestaurants, die ihre Tische im kleinen Fluss Dim aufgestellt haben. An vorderster Stelle bei den Sübwasserfischen rangieren Dickkopf oder Döbel (leuciscusl cephalus), Flussbarsch (perca fluviatilis), Karpfen (cyprinus carpio), Spiegelkarpfen (cyprinus carpio), Flussaal (anguilla anguilla), ein Gökçe genannter Fisch (cyrinidae alburnus) und Schleien (tinca tinca). Neben den Seen und Flussbetten in den Taurusbergen befinden sich zahlreiche Forellenzuchten und -restaurants (salmo trutta). Der Regierungsbezirk Antalya liegt zwischen den nördlichen Breitengraden 36,07 und 37,29 und den östlichen Längengraden 29,20 und 32,35. Da das Gebiet nicht den kalten Nordwinden ausgesetzt ist, herrscht hier das im Sommer heib-trockene und im Winter warm-regnerische, typische Mittelmeerklima. Im Jahr scheint die Sonne zehn Monate lang, und die Temperaturen in den Monaten Juli und August steigen bis auf 45 ºC. Die vom Meer her wehenden, leichten, sommerlichen Meltem-Winde und die vom Land her wehende Poyraz Nordostwinde gewähren etwas Erleichterung in dieser Hitzeperiode.

 

 

 

 

 

 
 

 

 

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Antalya 2007