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Aufgrund seiner geschichtlichen Vergangenheit besitzt die Region Antalya eine reiche Kultur und ein reiches ethnographisches Erbe. Die lokale Bevölkerung hat eine Synthese zwischen den Eigenschaften einer Kultur von Sesshaften mit denen einer Nomadenkultur geschaffen und damit eine ihr eigene Kultur hervorgebracht. Da die Sommer sehr heib sind, entstand bei der Bevölkerung das Bedürfnis, in dieser Zeit von den Küsten auf die kühlen Hochebenen der Taurusberge zu ziehen, und somit waren sie gezwungen, neben den an den Küsten angebauten Erzeugnissen ebenso Produkte herzustellen, die für das herumziehende Leben geeignet sind. Diese Menschen besaben vor allem Schaf- und Ziegenherden, und um auf den Hochebenen vor Wind und Wetter geschützt zu sein, stellten sie zuerst Zelte aus Ziegenhaarwolle her. Parallel dazu wurden sie Meister in der Herstellung von tierischen Produkten wie Milch, Butter und Käse. Sie trockneten die verschiedenen, in der Bergwelt vorkommenden Früchte und machten daraus Marmelade, legten sie ein oder stellten Sirup her. In der Region werden über 40 verschiedene Marmeladensorten hergestellt, allen voran aus Pomeranzen, Bergamotten, Quitten, Aprikosen, Äpfeln, Auberginen, Wassermelonen, Feigen, Himbeeren, Maulbeeren und Brombeeren. Neben Tierzucht, Milchprodukten und Jagd legten die auf die Hochebenen der Taurusberge ziehende Bevölkerung ebenso Wert auf Handwerkskunst, wobei an erster Stelle das Knüpfen der berühmten Döþemealtý-Teppiche zu nennen ist. Diese Teppiche sind mittelgrob, werden mit Naturfarben gefärbt und im allgemeinen in den Farben Rot, Blau und Grün geknüpft. Schuss und Aufzug dieser Teppiche sind aus reiner Wolle, und die Motive zeigen Motive mit fünf Steinen, Kamelfüben, Zweigen und Kreuzen. Die Nomaden heften entsprechend alter, türkischer Glaubensvorstellungen und Riten blaue Glasperlen oder -steine in Augenform, die auf Türkisch Nazar Boncuðu heiben und angeblich den sogenannten Bösen Blick abwenden, an ihre Häuser, Zelte, Fahrzeuge, Haustiere und neugeborenen Kinder, um sie vor der nächtlichen Dunkelheit, Neid und jede Art von Unglück zu beschützen. Noch heute werden in den Dörfern an den Hängen der Taurusberge um Döþemealtý Kelims, Verpflegungsbeutel, Socken und verschiedene Heimtextilien hergestellt und feinste Zierspitzen gehäkelt. In der Gegend von Akseki werden aus Buchsbaumholz kleine Haushaltsgegenstände wie z.B. Löffel geschnitzt. All diese authentischen Produkte der einheimischen Bevölkerung werden innerhalb des Stadtgebietes an Orten wie den restaurierten Herbergen Tek Kapýlý Han (“eintürige Herberge”), Alarahan, Serapsu Han und Bedesten und in touristischen Souvenirgeschäften zum Verkauf angeboten. Die Handwerksprodukte aus heutiger Zeit sind verschiedene Schmucksachen, Goldschmiedearbeiten, Silberschmuck, Lederartikel, türkische Teppiche, Textilien internationaler Marken und jegliche Art von Geschenkartikeln, die in Einkaufszentren rund um den Flughafen, auf dem Festival Markt an der Doðu Garajý (“Ostbusbahnhof”), im Migroszentrum und im Megacenter am Industriehafen verkauft werden. Die bekanntesten Speisen aus der Region Antalya sind der aus Sesammus, Knoblauch, Walnüssen und gekochten, dicken Bohnen hergestellte Piyaz, weiterhin Hibeþ, Þiþ Köfte, Tandýr Kebap, Domates Civesi, Þakþuka und die verschiedenen kalten Olivenölgerichte der Mittelmeerküche.
Der Dönerciler Çarþýsý (“Markt der Dönerköche”) in der Mitte Antalyas ist das authentische Zentrum für alle Gerichte aus der Region. An der Doðu Garajý, im Meltem Markt und an den Stränden von Lara und Konyaaltý befinden sich Fischrestaurants, die sämtliche Arten von Meeresfrüchten zubereiten. Weiterhin bietet das Döner Gazino & Restaurant, ein sich drehendes Restaurant auf der Spitze des Tünek (“Sitzstange”) genannten Berges einen einmaligen Panoramablick auf Antalya. Die Antalyaner Volksmusik beinhaltet meistens Stücke des alttürkischen Stammes der Zeybek, bei denen im allgemeinen Saz, Holzlöffel, Darbuka und Tamburin gespielt werden. In den Taurusbergen werden Sema genannte Volkstänze getanzt, die von einem Teil der Nomaden zu religiösen Anlässen entwickelt wurden. Bei den Nomaden gibt es auch Tänze, die Boðaz Havalarý (“über die Kehle verursachte Stimmungsmacher”) genannt werden und die rein instrumental sind. Das Antalya von Heute mit seinem alljährlich steigenden Tourismuspotential ist eines der internationalen Tourismus- und Kulturzentren. Von Alanya bis Fethiye wird mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und touristischen Aktivitäten Sommer- und Wintertourismus betrieben. In der Stadt Antalya finden jedes Jahr im Expo Center genannten Ausstellungszentrum verschiedene internationale Messen statt, z.B. Tourismusbörse, Ausstattungsmesse für touristische Betriebe und Gastronomiemesse. Die ebenfalls jährlich stattfindenden Altýn Portakal Film Festival (Filmfestival “Goldene Orange”) und Klassische Musiktage im antiken Theater von Aspendos sowie Ausstellungen, Konzerte, Seminare, Konferenzen und Vorträge mit Tourismus orientierten Themen in der Glaspyramide und dem Atatürk Kulturzentrum sind weitere kulturelle und künstlerische Veranstaltungen. Mit Theatern, Kunstgalerien, Kinos, einem Symphonieorchester und Staatsoper / -ballett verfügt die Stadt über alle Voraussetzungen modernen Lebens. |